Auslandsklischees – Diese Journalistin macht den Realitätscheck
Shownotes
Welche Geschichten verpassen wir eigentlich, während unsere Nachrichtenseiten voll sind mit Meldungen aus den USA und dem Nahen Osten, Russland und der EU? Was passiert gerade in Laos, dem Sudan oder Venezuela?
Abseits der großen Schlagzeilen recherchiert die Journalistin Sham Jaff jede Woche Themen aus der ganzen Welt, von denen in deutschen Medien selten die Rede ist. Daraus macht sie den Newsletter „What happened last week“ („Was letzte Woche passiert ist“).
Wenn sie selbst Nachrichtenmeldungen lese, habe sie das Gefühl, viele Orte auf der Welt gar nicht zu verstehen, sagt Sham. In ihren Recherchen nähert sie sich Ländern nicht nur über Analysen und Statistiken, sondern über den Alltag der Menschen dort. Sie schreibt zum Beispiel über Menstruationsurlaub in Kenia, kasachischen Pop und eine ungewöhnliche Öl-Insel vor der iranischen Küste.
Den Newsletter gibt es seit 2014, geschrieben ist er in bewusst einfachem Englisch und mit feiner Ironie. Abonniert haben ihn Sham zufolge über 25.000 Menschen in mehr als 100 Ländern. Sie verdient damit auch Geld: Für eine längere Version können die Leser ein Abo abschließen.
Nice und nötig ist das, weil Stereotype zum Beispiel über „das Leben in Afrika“ immer noch allgegenwärtig sind, auch in Medien. Wer Shams Newsletter liest, merkt erst, wie sehr die meisten Medienberichte aus der Sicht Europas und der USA auf die Welt blicken.
In dieser Folge von „Nice & Nötig“ erzählt Sham, wie sie beim Schreiben Stereotype vermeidet und was Musik-Charts ihr über ein Land verraten. Außerdem erklärt sie, warum Redaktionen sie regelmäßig als Expertin zum Sudan anfragen, obwohl sie noch nie dort war.
Gast & Host
Sham Jaff ist Journalistin, Podcasterin und Medienunternehmerin in Berlin. Sie ist in Kurdistan geboren und in Nürnberg aufgewachsen. 2021 gewann sie für den Podcast „190290 – Ein Jahr nach Hanau“ einen Grimme Online Award. Jaff schreibt und skriptet außerdem für den „ZDF heute journal“-Podcast und ist Teil vom Podcast „Die Wochendämmerung“ (mit Holger Klein). 2026 gründete Sham außerdem die redaktionelle Plattform „Gishty“ – das Wort stammt aus der kurdischen Sprache Sorani und bedeutet „universell“. Dort will sie Journalismus über Asien, Afrika und die Amerikas zusammenbringen. Seit April 2026 ist sie als Fellow am Reuters Institute for the Study of Journalism der Universität Oxford.
Annika Schneider ist Redakteurin bei Übermedien und überzeugte Optimistin. Das Radiomachen und Podcasten hat sie als Moderatorin, Autorin und Planerin beim Deutschlandfunk gelernt.
Feedback und Hinweise jederzeit gerne an annika@uebermedien.de oder über Instagram, BlueSky oder Mastodon.
Zum Weiterlesen
- Shams Newsletter „What happened last week“
- Newsletter-Ausgabe über die iranische Öl-Insel Kharg
- Shams Plattform „Gishty“ für Journalismus mit Schwerpunkt auf Asien, Afrika und den Amerikas
- „Memento Moria – was heute an Europas Grenzen passiert“: Podcast mit Sham Jaff (Spotify)
- „So hat die Welt Afrika noch nicht gesehen. Oder doch?“ Zur Afrika-Tour von YouTuber „IShowSpeed“ (Übermedien)
- Kommentar: Schenkt den vergessenen Krisen mehr Aufmerksamkeit! (Übermedien)
- „Immer nur dann interessant, wenn es brennt?“ Podcast „Holger ruft an“ über die Zusammenarbeit von Nachrichtenredaktionen und Korrespondent:innen (Übermedien)
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn du auf Reisen gehst, klapperst du dann Sehenswürdigkeiten ab oder triffst du möglichst viele Leute von vor Ort?
00:00:06: Oder chillst du am liebsten einfach.
00:00:09: Es ist ein Mix aus allem!
00:00:11: Ich glaube ich war damals Sehentswürdigkeiten-Mensch... Und dann hat glaube ich irgendjemand mal gesagt, das kannst du doch eh alles auf Google Fotos angucken.
00:00:21: Dann habe ich gedacht okay, ich möchte gerne meinen eigenen Zugang zu diesem Ort haben.
00:00:26: Das heißt die Reise so gestalten dass man nicht davon erzähle, dass es nur ich so gesehen haben könnte.
00:00:34: Und dann war es eben so, dass ich sehr oft, wenn ich zum Beispiel ein Hotel irgendwo gebucht hatte in einem Stadtteil, sehr viel über diesen Stadtteil gelesen habe.
00:00:44: Dass ich dann sehr viele Gespräche mit Menschen vor Ort geführt habe und so über andere Infos herangekommen bin als wie ich sie jetzt online hätte lesen können.
00:00:56: Hi!
00:00:57: Ich bin Annika und ich lade mir in diesem Podcast Menschen ein, die was richtig Gutes auf die Beine stellen.
00:01:03: Für bessere Medien, für besseren Journalismus.
00:01:06: Am Ende für uns alle!
00:01:08: Die Journalistin Shum Jaff reißt nicht nur gerne im echten Leben – sie setzt sich auch jede Woche hin und reist quasi virtuell.
00:01:16: Sie sammelt nämlich Nachrichtenmeldungen, Geschichten, Kultur-Updates von allen Kontinenten aus allen möglichen Regionen auf der Welt.
00:01:25: Und sie macht daraus sehr erfolgreich einen englischen Newsletter What happened last week?
00:01:33: Also übersetzt, was letzte Woche passiert ist.
00:01:37: Es ist ein Newsletter der wirklich Spaß macht zu lesen mit einem sehr eigenen Stil und auch feiner Ironie – und vor allem aber mit Themen und Menschen und ganzen Ländern die in anderen Medien selten oder sogar nie auftauchen!
00:01:51: Diesen Newsletter gibt's seit Jahrzehnte, also seit zwölf Jahren.
00:01:55: Und Sham hat mir gesagt, dass er inzwischen an über twenty-fünftausend Leserinnen.
00:02:03: Scham selbst ist in Kurdistan geboren, sie ist in Nürnberg aufgewachsen.
00:02:07: Sie macht auch noch viele andere Projekte – sie arbeitet an Podcasts mit zum Beispiel für das heute Journal des ZDF und sie entwickelt gerade eine eigene Online-Plattform namens GISHTI um ihre eigenen Inhalte dort zu veröffentlichen aber in Zukunft auch die von anderen Journalistinnen.
00:02:23: Ich wollte von Cham in dieser Folge vor allem wissen, wie sie das macht.
00:02:26: Dass sie zu Ländern recherchiert, in denen sie noch nie war.
00:02:29: Sie erzählt mir davon eine riesigen Excel-Tabelle mit der sie den Überblick über die Welt behält und sie hat mir auch gesagt was die Musikcharts über ein Land verraten Und wir haben auch bequatscht warum sie öfter als Sudanexpertin angefragt wird obwohl sie noch nicht in Sudan war.
00:02:46: Ich bin Annika Schneider, Redakteurin beim Online-Magazin Übermedien.
00:02:50: Ich bin überzeugte
00:02:51: Optimistin und deswegen ist das hier nice und nötig – der Podcast für gute Ideen
00:02:56: von Übermedia!
00:03:15: rede ich jetzt über lehmhütten und rumpelige Busse, verstärkt damit die Stereotype die Leute über Afrika eh schon im Kopf haben?
00:03:22: oder erzähle ich nicht lieber von den tollen Surfstränden, die es in Ghana auch gibt.
00:03:26: Weil ich mir auch dachte was für eine Hybris ... Ich war jetzt drei Wochen da.
00:03:31: aber wer bin ich jetzt irgendwie zu erzählen wie oder was Ghana ist?
00:03:36: Und daran muss dich denken als ich jetzt öfter dein Newsletter gelesen habe weil du machst das Ja, jede Woche.
00:03:41: Du blickst in alle möglichen Länder dieser Welt und in vielen dieser Länder wirst du noch nicht länger gewesen sein, geschweige denn länger da gelebt haben.
00:03:49: Und trotzdem findest du irgendwie einen Zugang?
00:03:52: Wie machst du das?
00:03:54: Ich glaube Reisen und was dir mit dem Reisen auch verbinden ... Welche Ideen wie mit dem reisen verbinden?
00:04:02: also ich glaube es ist eh sowieso ein eigener Podcast für sich.
00:04:05: Wie man auch ethisch reist und wie man auch in Orte reißt wo du, wie du schon sagst, wo Leute schon sehr viele Stereotype haben.
00:04:13: Ich glaube es ist sehr schön wenn du dann zum Beispiel erzählst welche Erfahrungen du gemacht hast genau wie du gerade auch erzählt hast.
00:04:22: so es gibt Sachen die wo du sagst ah die Stereotype stimmen da und dann geht das aber auch wiederum diese anderen Aspekte die Menschen darin bestärken neugierig zu bleiben und zu sagen ach vielleicht habe ich dann doch nicht irgendwie das Land komplett durchblickt von hier aus bei sehr, sehr vielen Orten der Welt.
00:04:43: Nur weil ich die Nachrichten lese, dass ich nicht das Gefühl habe, dass sich diese Blender wirklich verstanden haben und ich glaube auch aus dieser Ich Bin-Nicht-Sicher-Attitude, glaub' ich kommt dann meine Anspruchhaltung an mich selber, wenn ich jetzt doch über dieses Land schreibe, dann möchte ich, dass wenn jemand aus diesem Land kommt, dass jemand sagt ah da hat sie schon versucht nur uns hier zu schreiben ihre Biasis vielleicht ein bisschen zu kritischer durchleuchten.
00:05:15: Und für mich ist es, wie gesagt also für mich das wichtig dass wenn ich ein Land, wenn ich länger über einen über ein Land spreche und das mache ja auch nur in Zusammenhang mit einem Thema, dass dieses Thema so nuanciert wie möglich besprochen wird damit eigentlich das land fast schon in den Hintergrund gerät Also dass man sich nur noch mit diesem Thema beschäftigt, über was ich da gerade spreche.
00:05:43: Nämlich zum Beispiel spreche ich dann über Menstruationsurlaubstage die man sich zum Beispiel in Nairobi County gegeben hat und dann geht es nur noch um das Thema.
00:05:54: Es geht nicht darum, Nairobi Country hat zwei Tage Menstruation Urlaub eingeführt.
00:06:02: Wie krass, wow das machen die gerade.
00:06:05: Die sind nicht dieses Exotisieren oder dieses Sensationalisieren sondern jetzt hat da dieser bestimmte Governor diese Idee gehabt.
00:06:15: und dann interessiert mich wie dieser Mann erstens zu diesem Thema gekommen ist was die Frauen sagen
00:06:23: die
00:06:24: davon betroffen sind.
00:06:26: Und dann schaue ich in die Wissenschaft hinein bringt das was, ist es ein gutes Tool?
00:06:33: und dann schaue ich global rein.
00:06:35: Wie sieht dieses Thema denn global aus?
00:06:37: Haben wir das in Deutschland oder haben wir das Europa?
00:06:40: Ja wie sieht das aus?
00:06:42: Es geht sehr viel mehr um das Thema selbst.
00:06:46: Ich glaube allein schon diese Übung sich mit dem Thema einfach sehr viel näher zu beschäftigen macht die Arbeit macht sie eigentlich mehr als die Hälfte der Arbeit, der Stereotypbekämpfung sozusagen.
00:07:02: Weil es ist ein... Ich finde das ist viel respektvoller als irgendwie zu sagen ja, das Land hat natürlich schon diese Probleme aber auch so und so als wäre es eine Art, als wäre ich der im kurdischen sagen wir Bahami Belaj, also so ein bisschen kostenloser Anwalt.
00:07:22: Es wäre ich die kostenlose Anwältin von diesen bestimmten Ländern, dass ich sie versuche in ein gutes Licht zu blicken.
00:07:31: Das ist nicht die Aufgabe, die ich mir gesetzt habe.
00:07:33: Die Aufgabe ist für mich das Leute mit Respekt und Neugierde auf die Welt blicken!
00:07:39: Also ich finde es total interessant, dass du sagst, du kommst über die Themen... relatable macht für die Menschen, die das lesen was du schreibst.
00:07:48: Was mich aber jetzt trotzdem noch interessiert weil Du das mal in einem anderen Podcast erzählt hast ist dass Du wenn Du Dich das erste Mal mit dem Land beschäftigst Du eigentlich nicht auf den Wikipedia Eintrag gehst und guckst ein Monat Zeit so wie viele andere das wahrscheinlich machen würden Sondern dass Du ganz oft erstmal guckest was es in den Charts dir die Musik anguckst Die Kultur.
00:08:08: Also das ist ja auch eine Art von Zugang die Dir wichtig ist
00:08:12: Total.
00:08:13: Also der Newsletter ist ja nicht nur so eine Art, hier ist das was passiert ist letzte Woche in diesen Ländern auf diesem Kontinenten sondern es ist auch ein Versuch Literatur Film Kunst Wissenschaft und andere Errungenschaften aus diesen Regionen eben zu platzieren und den Leuten näherzubringen.
00:08:38: ich selber bin ein sehr großer Fan vom Kino, ich bin ein großer Fan von Musik.
00:08:43: Ich bin ein größer Fan von all diesen kulturellen Zugangspunkten zu wissen und ich finde man lernt sehr viel aus den Charts von Ländern...
00:08:53: Was denn?
00:08:54: Was lernt man da?
00:08:57: Man lernt zum Beispiel.
00:08:58: also ich habe ich zum Beispiel das ist jetzt für mich eine ganz neue Spielwiese.
00:09:04: Da bin ich auf jeden Fall noch nicht sprechfähig, aber ich habe letztens erst so usbekischen Pop und kasachischem Pop oder sowas gehört und dann auch so herausgefunden, dass sie in verschiedenen Sprachen singen.
00:09:19: Ich wollte verstehen, wer die bekanntesten Künstler innen dort sind und wieso sind sie die bekannteste KünstlernInnen?
00:09:27: Was ist das für Botschaften, die in den Nachrichten...
00:09:31: sorry!
00:09:31: In den Songtexten
00:09:34: auch so gesendet werden.
00:09:35: Und was geht es da genau?
00:09:37: Genau ich glaube über die Musik kann ich ein bisschen mehr Zugang bekommen.
00:09:42: Auch das Essen.
00:09:42: Ich kann einfach mehr Zugange bekommen wie die Menschen vielleicht dort.
00:09:46: Was für eine Geschmackspalette sie haben.
00:09:49: Welche Filme sie mögen, was sind denn die Sachen, die Sie referenzieren an diese kulturelle Identität?
00:09:58: Die ja null fix ist.
00:09:59: Die verändert sich ja die ganze Zeit so wie auch Deutschland ich glaube nicht.
00:10:03: also vor zehn Jahren oder nie vor zwanzig Jahren haben glaube ich sehr viele Leute Bushido gehört hier in diesem Land und jetzt Das sind die Referenzpunkte einer bestimmten Generationsgruppe sozusagen, wie sie ihn gehört haben.
00:10:16: Und heute sind es ganz andere Namen auf einmal.
00:10:21: Die Genres haben sich verändert.
00:10:23: also diese Länder, die sind ja auch nicht statisch so wie Deutschland ist und sich sehr stark verändern und ich blicke nur einen kurzen Teil rein.
00:10:32: Wenn ich jetzt über dieses Thema spreche gibt es vielleicht noch ein anderer Aspekt den ich aufnehmen könnte der den Blick auf dieses Land und diese Region vielleicht ein bisschen nuancieren könnte.
00:10:45: Ich glaube, vielleicht ist das Stichwort gerade Nuancieren?
00:10:49: Ja, nuanciert ist ein Stichwort.
00:10:52: Das andere Stich Wort was mir einfällt wenn ich das lese was du schreibst, was so der augenfälligste Unterschied ist auch zu anderen Sachen die ich aus der Welt lese dass du total konsequent über Menschen schreibst.
00:11:06: Also es klingt jetzt banal,
00:11:09: aber
00:11:09: vielleicht mal.
00:11:10: als Beispiel Iran haben wir alle so viele Nachrichten zu gelesen und du hast in deinem Newsletter geschrieben über die Ölinsel Karg.
00:11:19: Spreche ich dir richtig aus?
00:11:24: Eine Insel vor der iranischen Küste, die total wichtig ist für die Ölproduktion und Verschiffung Und Du hast in Deinem Newsletter darüber geschrieben das da tatsächlich Auch Menschenleben, auch gar nicht so wenige und unter sehr interessanten Umständen.
00:11:38: Und diese Insel hat auch eine interessante Geschichte!
00:11:41: Das war wieder ein Klickmoment wo ich denke okay... Ich kann anders relaten, ich komme jetzt anders dran.
00:11:49: Ja mich hat das schon sehr interessiert.
00:11:51: also ich habe dann auf Google Maps geguckt wo denn dieser Insel ist?
00:11:54: nicht so viel darüber gelesen gehabt und ich habe mich das einfach nur interessiert, weil ich hab immer wieder diese bestimmten Inselnamen gehört.
00:12:03: Und ich bin sehr oft so dass wenn ich irgendein Ort höre, dass ich dann sofort irgendwie auf Maps oder Google Maps oder irgendwo gucke und dann sage ich, wo befindet sich das genau?
00:12:13: Was ist in der Nähe davon?
00:12:15: Ich habe auch auf meinem Google Maps bestimmte Symbole.
00:12:20: Ah, diesen Ort kenne habe ich zum ersten mal gehört, weil ich das gelesen habe.
00:12:25: Das ist so einfach nur um eine Art mentales Bild von der Welt zu haben.
00:12:33: und als ich diese Insel angeguckt habe, dachte mir die ganze Zeit, ich lese nur noch Artikel.
00:12:39: Ich hab mich auch selber dabei ertappt gehabt wie ich eigentlich Artikel gelesen habe, wo es darum geht, greift jetzt die USA doch an.
00:12:49: Meint der Trump das denn wirklich?
00:12:50: Jetzt was er da gesagt hat ich meine Ich hab ja auch Familie und Freunde in der Region.
00:12:54: Ich hab mit meiner Oma gesprochen genau an dem Abend, wo's darum ging dass Trump eine ganze Zivilisation eventuell auslöschen könnte.
00:13:04: Und meine Oma die dann gesagt hat Ja wenn ich morgen noch am Leben bin Dann können wir vielleicht nächstes Jahr doch den Ägypten Trip machen Und das ist auch eine Realität der Nachrichten, die ich natürlich mit erlebe.
00:13:19: Ich habe sehr viel Panik verspürt und sehr viel Frustration.
00:13:24: Dann schaue ich aber genau das an und nirgendwo so okay... Was ist denn eigentlich diese Insel?
00:13:30: Sind da nur Ölraffinerien?
00:13:32: Wieso reden wir die ganze über diese Insell?
00:13:35: Anstatt irgendwie in diese energiepolitische Schiene reinzugehen, habe ich mich gefragt Wer lebt denn da eigentlich und was ist die Geschichte von dieser Insel?
00:13:46: Also ich habe natürlich auch ein Stück weit diese meditärische Komponente oder diese Kriegskomponenten auch abgedeckt.
00:13:54: am Anfang, aber für mich war es eigentlich eher wichtig über die Menschen dort zu schreiben.
00:14:00: Stück werden über iranische Energiepolitik oder globale Energiepolitik, sondern es sollte ein Stück darüber werden.
00:14:06: Über diese doppelte Unsichtbarkeit die diese Menschen die auf dieser Insel eben leben erfahren also Menschen die weder im westlichen Journalismus noch im iranischen Staatsdiskurs oder so richtig vorkommen.
00:14:19: wie denken sie dann über den Krieg?
00:14:21: sind Sie auch frustriert?
00:14:23: haben sie auch angst?
00:14:24: Wie stehen sie zu den Angriffen?
00:14:28: welche Angriffe genau gab es?
00:14:31: Was ist da alles so passiert, was haben die für Referenzpunkte.
00:14:34: Welche Literatur gibt's über diese Inseln?
00:14:36: Es hat mich auch total interessiert.
00:14:37: Das war so arme, hat anscheinend während der Schadzeit dort viele linke intellektuelle kritische Menschen sozusagen dort exiliert und das hat mich total gecatcht.
00:14:52: ich war okay dann gibt es bestimmt auch gute Literature dazu und habe auch welche gefunden Exiliteratur, linke Literatur die auch sehr interessant ist wie zum Beispiel einige die dann den Übergang zu dieser Ölzeit dieser Insel beschrieben haben.
00:15:11: Wie die Natur dort auch dem Ganzen zum Opfer fällt, die
00:15:16: Tiere
00:15:17: dort.
00:15:17: War das eine Sprache die du lesen konntest?
00:15:20: Das war zum Glück auf Englisch.
00:15:22: Es war eine Dissertation auf Englig und es ist.
00:15:27: Ich kann alles ja nur machen, wenn es in den Sprachen natürlich geschrieben ist die ich beherrsche und ich beheere jetzt nicht Millionen von Sprachen.
00:15:37: Manchmal benutze ich digital Tools die mir da helfen also so einfach zu gucken, okay was geht das ungefähr in diesem Artikel?
00:15:48: Aber auch darauf ist nicht komplett Verlass oder ich schicke es Freundinnen die eben eventuell die Sprachen verstehen.
00:15:57: Manchmal habe ich auch sogar irgendwelche fremden Menschen im Internet den Auftrag gegeben den Artikel kurz für mich zu übersetzen weil der so wichtig war.
00:16:08: aber ja all diese Zugänge die ich irgendwie habe Da verdanke ich auch nur Menschen, die das zugänglich gemacht haben.
00:16:16: Du hast es jetzt schon ein bisschen beantwortet weil ich mich natürlich auch gefragt habe wie findest du die Themen?
00:16:23: Aber mir scheint es jetzt... Ich hoffe ich trete dir nicht zu nah wenn ich sage du bist nödig manchmal unterwegs Und boah, es sich so richtig in Sachen rein und gerätzt vielleicht auch in Abwege- und Rabbit-Holes.
00:16:35: Die haben Energie dazu führen, dass du dann andere Sachen schreibst als die, die wir sonst an vielen Stellen lesen!
00:16:42: Ja definitiv.
00:16:43: also ich glaube... Ich bewege mich immer zwischen den zwei Extremen, die es glaub' ich im Journalismus geben kann nämlich einmal Vernachlässigung auf der einen Seite und auf der anderen Seite Stereotypen Exotismus vielleicht auf der anderen Seite.
00:17:01: Also ich würde sagen, das gilt sehr stark für den afrikanischen Kontinent aber das gilt eigentlich.
00:17:05: Das gilt auch über Afrika hinaus und meine Gegenstrategie ist dann immer... Ich möchte genau dazwischen liegen!
00:17:12: Ich habe für mich selber letztes Jahr eine Tabelle angefangen um zu sagen... Nee vorletztes Jahr war das zum ersten Mal.
00:17:23: tatsächlich Eigentlich ist es schon fast beschämend.
00:17:27: Aber hier zum ersten Mal habe ich eine Tabelle angefertigt, wo ich aufgeschrieben habe, welche Länder ich erwähnt habe und wie oft ich sie erwähnte und welche Länder nicht erwähnten habe in Regionen usw.. Und hab dann herausgefunden, ah ok zb.
00:17:42: letztes Jahr habe ich über Tausend vierundfünfzig Länder und Regionen usw.
00:17:49: Wenn ich immer sage Regionen, dann heißt es zum Beispiel auch so Sachen wie Kurdistan.
00:17:53: Genau das habe ich schon verstanden weil du bist kein Mensch der Nationen als Konzept.
00:18:00: Und es gibt Länder natürlich zb.
00:18:02: letztes Jahr war Sudan bei mir Nummer eins und dann China Brasilien Nigeria Indien Südafrika Israel Palästina und Kongo.
00:18:14: Das sind ein bisschen meine Top Ten gewesen.
00:18:17: Und dann hat mich aber auch interessiert, so was waren denn meine Top-Tente unten?
00:18:22: Dann habe ich ja ganz unten gesehen.
00:18:24: Ja hier Bahamas, Kommeros, Grenada, Kudasau... Genau also es ist für mich einfach nur ein Tool gewesen und für mich selber um zu verstehen welchen Bayes habe ich, wo gucke ich hin?
00:18:38: Es hat sich ja bei mir natürlich auch wieder bestätigt.
00:18:39: Ich gucke dahin, wo sehr viele Menschen leben.
00:18:42: Natürlich so eine China Brasilien Nigeria Indien aber auch gemerkt.
00:18:48: okay für mich ist zum Beispiel Sudan und Kongo das ist ne sehr bewusste Entscheidung gewesen letztes Jahr weil ich immer wieder gemerkt habe dass das nicht so oft stattfindet in der deutschen Berichterstattung.
00:19:02: Und dann wenn wir über Nachrichtenwerte sprechen über meinen eigenen Nachrichtenwert, dann ist das eher sehr oft so was wurde vernachlässigt?
00:19:12: und dann war bei mir die Entscheidung Kongo und Sudan ist schon vernachlässig.
00:19:18: Und auch zum Beispiel was wird sehr oft einseitlich vielleicht auch erzählt?
00:19:23: Für mich habe ich das Gefühl dass China öfters nicht wirklich nonsiert genug erzählt wird.
00:19:30: Ich hab das Gefühl, weil ich selber glaube ich dieses große Land mit dieser krassen Geschichte nicht so richtig ganz verstanden habe und ich habe mir noch ein paar Wissenslücken die ich gerne selber einfach auch schließen möchte.
00:19:44: und deswegen rede ich sehr oft über China.
00:19:55: Sie macht Nischen-Themen.
00:19:57: Und gleichzeitig trifft dieses Wort Nische es ja überhaupt nicht, einmal weil wir über riesige Teile der Welt mit sehr vielen Menschen reden aber dann auch weil eigentlich alles was du schreibst die an Bezug zu uns hat und oft auch zumindest indirekt sehr relevant für uns ist.
00:20:16: Ja, weil wir uns mit unserem eingeschränkten Blick auf die Welt ja auch irgendwie selber einschränken in unseren Erkenntnissen.
00:20:22: Ich kann das gar nicht besser beschreiben aber weißt du was ich meine?
00:20:26: Ja also ich habe mir schon länger die Frage gestellt ob diese Neugede, die ich empfinde, etwas ist was andere Menschen sehr stark spüren oder nicht.
00:20:40: Und ich glaube, diese Frage habe ich noch nicht beantwortet.
00:20:42: Also manchmal denke ich schon dass viele Menschen sehr neugierig sind und die Frage dann nur ist ob man ihnen zutraut auch neugiere ich zu sein?
00:20:53: Ob man ihnen das auch gewähren möchte dieser Neugierde oder ihnen auch so diese ganzen Themen auch präsentieren möchte.
00:21:01: Ich sage das alles gerade auch weil ich ja sehr oft wenn ich zum Beispiel Themen pitche Ich
00:21:11: würde gerne berichten, hier ist ein Themenvorschlag.
00:21:14: Ja und dass ich schon sehr oft das Feedback bekommen habe, nee, das ist ein Nischenthema, ist zwar interessant aber dafür haben wir gerade kein Bedarf.
00:21:24: Und ich hab schon sehr often Gespräche gehabt mit Redakteuren, die mir gesagt haben ja eigentlich gesagt wissen wir nicht ob es die Menschen wirklich interessiert wenn wir das jetzt wirklich platzieren Und aber auch Redakteurinnern, die mir gesagt haben.
00:21:38: Aber vielleicht interessieren sich die Leute ja schon und vielleicht müssen wir das einfach nur öfter anbieten und dann assoziieren sie das auch als ganz normale Nachrichten?
00:21:52: Also es ist so eine Henne-Ei-Probleme.
00:21:53: sind die Menschen neugierig oder machen wir sie neugirisch indem wir darüber sprechen oder indem wir viel öfter darüber sprechen?
00:22:03: meine Sehr persönliche Meinung ist, ich glaube schon dass es ein Irrglaube ist in der Auslandsberichterstattung das ein Thema Deutschland berühren muss um relevant zu sein oder auch um Deutsche zu berühren.
00:22:17: Ich glaube Menschen sind an sich von Grund auf für vieles zu begeistern wenn man diese Geschichten auch so erzählt dass ja sie vielleicht auch Lektionen für einen haben den Blick auf die Welt verkomplizieren.
00:22:37: Auf eine schöne Art und Weise, auf eine Weise, die einen dazu bewegt sich neue Fragen zu stellen.
00:22:44: ich glaube dass wenn Menschen die Möglichkeit haben sich mit diesen Themen anders zu beschäftigen das sie andere Referenzpunkte auf einmal bekommen, dass dieser Muskel trainiert wird.
00:22:54: Ich glaube dass man... Das ist meine persönliche Meinung!
00:23:00: Wenn man selber neugierig ist auf die Welt, dass man das weitergeben kann.
00:23:07: Also es ist einmal kurz der Punkt wo ich als Medienjournalistin nochmal kurz sagen will weil wir ja immer nie Kritik an den Medien machen.
00:23:15: Es gibt natürlich auch Auslandsformate in den öffentlich-rechtlichen und privaten und auch sehr engagierte Korrespondentinnen in allen möglichen Ländern der Welt die um Senderzeit kämpfen und gute Themen finden.
00:23:29: Aber das, worüber wir hier reden ist ja über so eine Gesamttendenz.
00:23:33: von wo gucken wir hin?
00:23:34: Welche Themen kriegen die Meister Aufmerksamkeit?
00:23:37: und da blockieren Entwicklungen.
00:23:39: Ob es jetzt Russland, Ukraine ist USA Israel-Iran, wo auch immer Gaza das blockiert einfach Aufmerksamkeit schon.
00:23:50: Und manchmal hat man das Gefühl Es macht sich so breit dass gar nicht mehr so viel Platz drum herum ist.
00:24:04: Es ist auch die Frage, mit der man dann vielleicht auch die Nachrichten schreiben möchte.
00:24:09: Es ist die Frage so ne für wen schreibt man die Nachrichten?
00:24:12: Und was ist die Leitfrage?
00:24:15: Was genau mache ich da?
00:24:16: und ich habe für mich sehr oft diese Frage für mich auch stellen müssen.
00:24:19: deswegen mache ich das was ich tue Ich mache ja eigentlich Erklärjournalismus.
00:24:24: Also ich bin jetzt keine Reporterin, die dann an diese ganzen Orterinnen geflogen ist und die dann sagt das es vor Ort passiert, dass machen KollegInnen, machen Korrespondent-Innen.
00:24:34: Das machen eher viele, viele Journalistinnen eben vor Ort.
00:24:38: Und aus dieser Arbeit wird sicher auch meine Arbeit.
00:24:43: darauf basiert sie ja.
00:24:44: Aber ich glaube, es ist so eine Frage die man sich stellen muss.
00:24:47: Weswegen macht man das was man tut?
00:24:49: Und für mich ist es einfach... Ich glaube, dass der Blick auf die Welt nuancierter und weiterer ist.
00:24:58: Es ist ja so, dass zumindest ein Newsletter beweist Dass es einen Interesse daran gibt Denn das ist bemerkenswert.
00:25:06: Du kannst davon leben, dass Menschen für diesen Newsletter zahlen.
00:25:14: Ja und ich habe gelesen, dass du mal es wahrscheinlich schon länger her aber eine Aktion gemacht hast.
00:25:19: Und mit Abonnentinnen selber gesprochen hast.
00:25:22: Welche kennengelernt?
00:25:23: Und zwar
00:25:24: über
00:25:25: hundert wenn ich das richtig aufgeschrieben hab!
00:25:28: Das heißt du weißt ja eigentlich ganz gut werde ich zumindest damals gelesen als wer ist dir da begegnet?
00:25:33: was war das für Leute am anderen Ende deiner Ausflüge in die Welt?
00:25:38: Ja, das war jemand zum Beispiel.
00:25:39: Jemand in Guyana, jemand in Indien, jemand glaube ich... In Taiwan habe ich gesprochen, immer in Mozambik aber auch sehr, sehr viele eben aus westlichen Ländern also auch aus Deutschland vor allem, aus den USA, aus Kanada und die meisten meiner Leserenden kommen tatsächlich aus sehr vielen westlichen Ländern.
00:26:05: Und das freut mich, weil es heißt ja eigentlich genau die Zielgruppe, die ich erreichen wollte.
00:26:09: Die hat der Newsletter gefunden.
00:26:12: Es sind vor allem Menschen, die den Newsletter aus einer Frustration herausgefunden haben Aus einer eigenen auch Einsicht, die sie hatten.
00:26:22: Nämlich irgendwas fehlt hier.
00:26:24: Ich habe das Gefühl Ich bekomme nicht das gesamte Bild.
00:26:29: Das waren Frauen Männer Nichtbinäre Personen jeden, also verschiedenen Alters.
00:26:37: Manche von ihnen sind sehr viel gereist und haben dann gemerkt sie haben ein ganz anderes einen ganz anderen Blick auf diese Länder auf einmal bekommen und dann waren sie auf einmal ganz anders sensibilisiert für die Berichterstattung, die sie dann zu diesem Land irgendwann dann wieder aufgeschnappt haben weil sie dann zum Beispiel weiß ich nicht Sie haben dann genauso wie du ein paar Wochen in einem anderen Land verbracht und dann kommen sie zurück und sagen sie so aber irgendwie ist dieser Artikel oder dieser Beitrag Der ist ein bisschen komisch.
00:27:07: Und dann gehen Sie so... Dann fängt die Reise sozusagen da an, sie werden ein bisschen neugieriger und stellen andere Fragen und dann sind sie irgendwann bei mir gelandet.
00:27:19: Es hilft sicherlich auch, dass dein... Obwohl du sehr gut Englisch sprichst und schreibst, deinen Newsletter-Sprachniveau B.EinsBII ist also lesbar und deine Ansprache ist auch.
00:27:31: ich würde es fast kumpelig nennen.
00:27:35: Es ist okay, wenn man Sachen noch nicht weiß.
00:27:37: Es ist es okay, weil man nicht sofort weiß wo das Land liegt über was du schreibst.
00:27:41: Du erklärst es dann oder dass so ein bisschen der Ansatz...
00:27:45: Das ist mir sehr wichtig ja!
00:27:45: Weil ich meine wir kommen ja auch aus... Dieses Unwissen, was über die große weite Welt angeht.
00:27:52: Das ist ja eine Seite, das ist total selbstverständlich.
00:27:54: Die Welt ist sehr groß und viele Menschen leben auf dieser Erde, über die wir wahrscheinlich nie kennenlernen werden.
00:28:02: In deren Kulturen wir wahrscheinlich auch nie kennenlernen werden.
00:28:07: Ich gehe nicht davon aus dass sehr viele Menschen sehr viel Zeit haben.
00:28:13: Also ich da mit all diesen Menschen irgendwie auch bekannt zu machen, ist es ja auch ein etwas komischer, wie nennt man das?
00:28:21: Ein Kollateraleffekt der Moderne.
00:28:23: Dass wir so viel Zugang haben zu der Welt, dass wir mit so vielen Menschen in Kontakt sein könnten wenn wir wollten!
00:28:31: Aber für mich ist es schon wichtig, dass die Menschen kein Schamgefühl haben weil sie nicht wissen weiß ich nicht wo Kenia liegt oder wer der Präsident dort ist.
00:28:43: Ich möchte das die Leute eher mit jemandem sprechen von dem sie denken Nee, Scham verurteilt mich dafür nicht.
00:28:51: Ich habe vielleicht bisher einfach nicht genug Zeit gehabt.
00:28:54: oder die Informationen, die bisher über dieses Land oder über diese Menschen verfügbar waren, die waren für mich nicht zugänglich genug und ich hatte einfach meine anderen Interessen.
00:29:08: Und ich verurteille Menschen auch dafür nicht.
00:29:10: aber ich würde schon sagen es ist schon eine Entscheidung, eine sehr bewusste Entscheidung manchmal auch nicht tiefer reinzugehen.
00:29:19: Ich sehe vielmehr die Verantwortung bei uns Journalistinnen und RedakteurInnen, dass wir diese Welt erklärbar machen.
00:29:25: Und dass wir sie zugänglicher machen und respektvoller behandeln.
00:29:33: Und ich glaube dann kommen die Menschen und sind dankbar dafür, glaub' ich.
00:29:40: Ich sehe Journalismus als eine Dienstleistung an!
00:29:45: Es ist ein Produkt das wir manchmal gut... gut designen und manchmal schlecht designen.
00:29:50: Und ich glaube, wenn zum Beispiel viele Menschen viele Studien von Nachrichtenverdrossenheit oder News overload ist fast schon so wie eine Art Feedback für uns Journalistinnen.
00:30:03: Wie gut haben wir unsere Arbeit gemacht auch?
00:30:09: Fühlen sich Menschen informiert, fühlen sie sich inspiriert, führen sie sich genug neugierig gemacht.
00:30:17: Es ist mir wichtig dass die Leute sich auf diese E-Mail freuen.
00:30:19: Die E-mail ist sehr lang!
00:30:22: Teilweise komme ich dann schon zu fünfzehn Google-Docseiten.
00:30:27: Das wissen aber alle nicht und ich sage das auch niemandem, die lesen das trotzdem.
00:30:33: Obwohl manche mir gesagt haben dass sie die E-Mail aufmachen und dann ganz schnell nach ganz unten gehen weil es ist dann so die lustige Nachricht am Ende, weil sie dann einfach an dem Tag irgendwie einen kleinen Muntermacher brauchen.
00:30:49: Es ist eine lange E-Mail, es ist eine E-mail voller auch manchmal schlechter Nachrichten.
00:31:04: Also ich versuche da einen Mix reinzuholen damit wenn jemand bis zum Ende liest dann nicht mit einem großen... aus dieser Sache rauskommt, sondern dann sagt okay jetzt weiß ich ungefähr was es war sich mehr das letzte woche passiert ist und vielleicht habe ich vielleicht einen neuen ein neues lied für meine playlist.
00:31:25: wir haben jetzt so ein bisschen vielleicht auch um den elefanten im raum rum geredet weil es ging ja auch immer wieder darum warum diese perspektive die dir wichtig ist und die du beschreibst in anderen Medienformaten manchmal zu kurz kommen.
00:31:40: Wir haben jetzt schon darüber geredet, wie neugierig ist man?
00:31:42: Wie verteilt man den wenigen Platz, den man hat auf verschiedene Themen und Länder?
00:31:47: Aber es gibt ja doch auch vielleicht noch größere Zusammenhänge.
00:31:51: Kolonialismus, Rassismus, Eurozentrismus – ich werde erst mal die großen Ismen kurz hier rein!
00:31:59: Ohne Ismen gesagt, es gibt vielleicht schon so einen weißen Standardblick auf die Welt Der ist noch sehr präsent, vielleicht auch in der Art wie ein Medien für uns auf die Welt blicken.
00:32:14: Ja, definitiv!
00:32:16: Also ich muss dir jetzt gerade daran denken dass du mir im Vorgespräch erzählt hast das du gerne mal angefragt wirst als Expertin wenn wieder in Anführungszeichen um eine vergessene Krise doch noch schnell abgehandelt werden
00:32:28: musst.
00:32:30: Es steht dafür vielleicht ganz gut...
00:32:35: Es ist sehr traurig, wenn so was ankommt als eine Anfrage.
00:32:38: Weil das heißt ja dann dass ich
00:32:41: irgendwie
00:32:42: da so visibel bin, visibler als jemand der darüber als Expertin wirklich reden kann.
00:32:48: und dann frage ich mich natürlich schon wie kommt man dazu?
00:32:51: Ich glaube auch, ich bemerke selber bei mir in der Arbeit, wenn ich in Redaktionen mit arbeite, dass man unter einem sehr starken Zeitdruck Nachrichten produziert und dann will man natürlich ja auch gute Gesprächspartner haben.
00:33:08: Und dann sucht man natürlich auch Menschen, die schon vorher gesprochen haben.
00:33:12: Man möchte wissen so hat diese Person schon Medienerfahrung sehr oft ist dann passiert dann genau das.
00:33:19: Es sind genau wieder die Stimmen, die dasselbe sagen oder dieselben Stimmen die platzieren die geplattform werden.
00:33:27: Es ist ja fast schon eine Art extra-curricular Arbeit, die man dann macht um neue Gesprächspartner ändern immer wieder zu finden.
00:33:36: Manche wollen gar nicht so im Mittelpunkt stehen also nicht jeder sozusagen will auch so visibel sein.
00:33:45: Also ich glaube die Aufgabe ist es dann halt auch das langfristige Aufgabe von jedem von uns also Journalistinnen und RedaktorInnen, zu sagen ich möchte mein Netzwerk so weit wie möglich eben erweitern.
00:33:57: So dass wenn es jetzt darum geht das wenn ich über Sudan was mache, dass sich sofort jemanden im Kopf habe den ich fragen kann der mir dazu viele Themen nennen kann.
00:34:09: Und wenn die Person aber keine Zeit hat dann hab' ich kein Problem!
00:34:12: Habe ich noch fünf sechs weitere Menschen die auf meiner Liste sind.
00:34:14: Aber dass diese Liste stetig weiter erweitert wird aktualisiert wird Genau, das wäre glaube ich schon mal ein gewonnener Punkt.
00:34:24: Aber ja es ist... Ich frage mich natürlich schon wieso das so ist dass die Auslandsberichterstattung so funktioniert wie sie funktioniert?
00:34:32: Manchmal bin ich sehr gütig und sage Ja man versucht schon das Beste.
00:34:40: Manchmal aber auch schaue ich mir an, aber es gibt Budgets Es gibt so große Budgets für Themen die wir schon so oft durchexerziert haben und dann denke ich mir sowieso aber nicht vielleicht für andere Themen.
00:34:56: Wieso findet Zudan beispielsweise so wenig statt, obwohl es nach UN-Angaben die größte humanitäre Katastrophe der Welt ist?
00:35:04: Und ja, da finde ich nicht so oft Antworten auf meine Fragen.
00:35:09: Manchmal denke ich es hat vielleicht was mit rassistischen Denkmustern zu tun dass eventuell man auch diese Diskriminierungsmuster, die im Kopf entstanden sind von so ja in diesen bestimmten Regionen der Welt da gibt es immer Krieg und Konflikt.
00:35:26: Und deswegen gucken wir da einfach nicht rein weil die Menschen wollen ja positive Nachrichten, sie wollen nicht immer nur negative Nachrichten und ich finde das ist eine Ausrede.
00:35:36: mittlerweile würde ich sagen es ist ne Ausredee, weil man kann auch über Krieg anders berichten als der Ukraine Krieg ausgebrochen ist.
00:35:47: Es gab sehr viel konstruktive Kriegsberichterstattung, wo der Fokus auf die Menschen war, wo ich ein sehr klares Bild davon hatte wie es einer Mutter in einer bestimmten Stadt in der Ukraine geht.
00:36:04: Das hat mich dann schon sehr frustriert als ich gesehen habe, wie gut das da funktionieren kann und wie weniger gut es in anderen Regionen in der Welt ist Genau, also einmal denke ich mir so könnte es Rassism sein.
00:36:16: Aber auch Biasis eigene Biasi ist jetzt nicht sofort nach Rassismus schreien sondern eben einfach nur jemand hat vielleicht im Studium etwas über Frankreich gelernt oder hat ihr Doktortitel zu den USA Literatur in den USA oder sowas gemacht und das ist ja auch wichtig dass Menschen ihre Spezialisierungen haben.
00:36:38: Aber vielleicht liegt es auch daran, dass eventuell die Redaktionen von Menschen besetzt werden.
00:36:44: Die eben nicht ganz heterogen sind wo andere Perspektiven nicht so oft reinkommen.
00:36:51: ich merke immer so Ich bin sehr oft Teil von Redaktion Teams Wo ich dann bestimmte Quellen reinschicke oder über bestimmte Menschenspreche und dann haben sie noch nie von ihnen gehört.
00:37:06: Das ist dann ein schöner und trauriger Moment zugleich.
00:37:09: Ja,
00:37:09: ich glaube das ist tatsächlich was worüber ich auch nachgedacht habe.
00:37:13: Es hat vielleicht auch zum Teil mit Redaktionsroutinen zu tun Und damit es fehlt in dem moment jemand der da sitzt am Nachbarschreibtisch und deine
00:37:23: Annahmen
00:37:24: sichtweisen challenged und nochmal so'n bisschen den Blick schiftet oder vielleicht auch sowas sagt hey des land über dass du gerade da redest Da kenne ich Leute oder da habe ich Familie.
00:37:38: Oder die Berichterstattung über geflüchtete Menschen im Mittelmeer, die ist halt anders wenn ich über die Geflüchteten rede als wenn ich Überlege... Ich kenne jemanden der das gemacht hat oder ich hab eine Familiengeschichte wo sowas eine Rolle gespielt hat.
00:37:53: Das kippt halt ne?
00:37:55: Ja.
00:37:56: Aber dann komme ich wieder zurück zu der Frage von dem Selbstverständnis des Journalisten, der Redakteur in den Moment ist zum Beispiel jetzt mein Selbstverständnis das wenn nicht über die Migrationsspreche dass ich dann über Migrationspolitik spreche und das dann eben auf dieser Höhe, auf diese abstrakten Höhe von was könnten jetzt die Regierungen in Europa machen um Migrationspolitik besser zu machen?
00:38:20: Das ist ein anderer Journalismus als der Journalismus der eventueller zu führen, könnte das vielleicht die Polarisierungen in der Bevölkerung weniger werden.
00:38:30: Dass man sagt diese Menschen, die über das Mittelmeer kommen – das haben sie durchlebt!
00:38:34: Das sind ihre Namen!
00:38:36: Das möchten Sie!
00:38:37: Davon träumen Sie!
00:38:38: Das ist Ihre
00:38:39: Ziele!".
00:38:40: Und sie vielleicht nicht nur so darzustellen, sondern auch über eine bestimmte längere Zeit zu verfolgen und zu sagen das sind ihre Herausforderungen.
00:38:48: Das ist vielleicht ein guter Moment um zu erwähnen dass du einen Podcast gemacht hast Memento Moria Über die europäischen Außengrenzen und was da passiert für Spotify
00:38:59: Ja zusammen mit Franziska Grillmaier.
00:39:01: Genau Viola Funk und Dina Rutenberg.
00:39:04: Das waren glaube ich die zwei Masterminds hinter dem Podcast Die genau gesagt haben wir wollen vor allem auch mit Menschen sprechen, die direkt davon betroffen sind.
00:39:13: Und Franziska Grillmeier als Reporterin, die schon seit Jahren auf der Insel Lesbos selber lebt sehr viele Kontakte zu Menschen hat auch ihr Journalismus sehr, sehr menschenzentriert ist und wo es einfach wichtig war dass die Leute nicht nur in diesen den Stichpunkten von sichere Herkunftsländer oder in der Migrationspolitik sehr viel Bescheid wissen, sondern auch was machen dann diese großen Systeme mit diesen Menschen?
00:39:47: Also auch irgendwie so ein Blick dafür zu weiten und da nicht so einen Etappissement na macht nah zu berichten.
00:39:57: Sondern macht kritisch schon menschenzentriert zu sein, sich dafür ganz bewusst zu entscheiden.
00:40:05: Passiert es eigentlich auf, dass du die Rückmeldung kriegst, das Redakteur in deinen Newsletter gelesen haben und als Themenfundgruppe genutzt haben?
00:40:12: Befürchtest du oft die Weise da auch was?
00:40:15: Sehr sehr oft tatsächlich.
00:40:18: Das ist ein sehr tolles Kompliment und auch ein tolles Argument weiterzumachen.
00:40:24: Weiter machen!
00:40:25: Sehr gutes Stichwort... Genau, du machst es ja jetzt schon eine ganze Weile seit den letzten Jahren über fast vierhundert Ausgaben.
00:40:36: Und gleichzeitig kannst du nicht nur das finanzieren sondern denkst auch noch ein bisschen größer.
00:40:41: Du hast eine Webseite aufgebaut und träumst da auch noch weiter.
00:40:49: Wenn du jetzt diese Budgets hättest, die andere Medienhäuser hätten.
00:40:53: Was für ein Format könnte da in... was könntest du wenn du willst träumen würdest machen?
00:40:58: Was wäre cool!
00:41:00: Ich finde das so eine schöne Frage.
00:41:01: Es ist auch eine Frage, die mich sehr herausfordert muss ich ehrlich gestehen.
00:41:06: Denn du musst wissen mein Selbstverständnis ist immer noch als Journalistin und diese Frage, braucht noch mal jemanden, der sich als Unternehmerin, als Medienunternehmerin auch sieht.
00:41:22: Ich sehe mich da nicht ganz.
00:41:24: Ich will aber dahingehend.
00:41:26: Wieso ist diese Webseite entstanden?
00:41:29: Gesti war sozusagen das was ich bauen musste... um überhaupt diese nächsten Fragen zu beantworten.
00:41:37: Ich hatte in den letzten Jahren einige neue Newsletter und Formate gegründet, zum Beispiel haben mir viele gesagt, schau mich sehe online das du sehr viel liest, hättest du vielleicht nicht lust einen Newsletter genau zu den Büchern die aus dem sogenannten globalen Süden kommen zu machen?
00:41:55: Und dann ist ein Nixer-Newsletter entstanden!
00:41:58: Es war irgendwann einfach so unübersichtlich.
00:42:02: Okay, ich glaube, ich brauche eine Website.
00:42:05: Das Haus muss größer werden ist ... Bis dato gab es eine statische Webseite, vor Dezember letzten Jahres war es einfach eine Statische Web-Seite.
00:42:15: Ich habe ein bisschen Text geschrieben und Leute konnten ihre E-Mail Adresse angeben und das war ... Sie wussten nicht mal was sie bekommen!
00:42:21: Und dann dachte ich mir so wenn ich schon an der Webseiten baue, dann möchte ich gerne dass die Leute einen Archiv haben... Dass die Leute schon ein bisschen lesen können, was sie da erwartet und auch dass sie extra genau suchen können.
00:42:35: zu welchen Themen hat sich was gemacht.
00:42:38: Und die nächsten Schritte sind aber natürlich schon, dass Gisti auch ein Haus wird wo andere Leute dort leben also andere Menschen ihre Newsletter oder anderen Formate dort hosten können.
00:42:53: das ist ein Ort wird wo Menschen hingehen und sagen ich möchte mein Blick für den für die weite Welt öffnen und Gisti is ja auch Sordani für universell.
00:43:02: Das ist dann der Anspruch.
00:43:06: Das wusste ich noch nicht.
00:43:08: Meine letzte Frage ist immer eine Konstruktive und zwar eine, die in dem es darum geht was wir alle tun können – nicht nur Journalistinnen sondern vor allem die Menschen, die einfach Journalismus genießen und konsumieren.
00:43:22: Und das passt jetzt tatsächlich ganz gut.
00:43:24: Gisch, die ist noch nicht fertig aber wie können in unserem Alltag mehr über den Tellerrand blicken, auch wenn man jetzt vielleicht nicht die Cola hat um direkt eine Weltreise zu machen.
00:43:34: Aber wie was hast du da für eine Inspiration?
00:43:37: Vielleicht ein bisschen das Fenster ein bisschen weiter aufzumachen in die Welt?
00:43:42: Man hat so viel Macht ehrlich gesagt als LeserInnen.
00:43:45: Ich habe mich ja vor zwölf Jahren hab ich mich extra dafür entschieden das als Newsletter rauszubringen.
00:43:51: Wieso?
00:43:51: weil ich wollte genau diesen direkten Kontakt zu meinen Lesern haben.
00:43:56: Ich wollte nicht, dass irgendein Algorithmus entscheidet.
00:43:59: Ob jetzt mein Stück über, weiß ich nicht, über jamaikanische Landrechtspolitik oder nepalesischen Innenpolitik?
00:44:05: Ob das jetzt jemandem gezeigt wird oder nicht.
00:44:08: und auf der Gegenseite kann man aber auch sagen, dass die LeserInnen diese Macht haben zu entscheiden, was sie zu lesen bekommen und was nicht.
00:44:17: Also dass die aktiv jeden Tag entscheiden können.
00:44:20: dieser Person möchte ich entfolgen diese Person möchte Ich folge diesen newsletter will ich abonnieren Diese Webseite will ich mir als Ort speichern damit ich immer wieder dahingehe.
00:44:31: also man kann seine eigenen Konsum Gewohnheiten kann man jederzeit verändern.
00:44:38: Ich
00:44:38: kann das bestätigen, weil seit ich in Ghana war und damit schließt sich jetzt so ein bisschen der Kreis, kriege ich auf Insta in meinem Feed sehr viele Menschen also ghanalische Influencer vor allem die tanzen
00:44:50: essen keine
00:44:51: Ahnung was ja alles dabei
00:44:54: Ja genau und ich meine dass ist genau das was passiert und es kann man auch machen ohne dann irgendwie weiß ich nicht in der gesamten Welt rumzureisen.
00:45:02: Es gibt viele Schattenseiten dieser Arm neuen Technologien, die wir haben.
00:45:08: Aber es gibt doch viele gute Seiten und das bedeutet auch dass man eben vielen Menschen folgen kann, die nicht in derselben Stadt leben oder im selben Land leben.
00:45:20: Danke, dass du heute dir Zeit für uns genommen hast Scham.
00:45:22: Ja
00:45:23: danke!
00:45:23: Vielen Dank Annika für seine Fragen.
00:45:25: ich habe mich sehr wohl gefühlt und bin sehr froh, dass dieses Format hier existiert.
00:45:32: Es gibt sehr viele nice und nötige Sachen.
00:45:36: Find ich auch!
00:45:38: Dieses Gespräch mit Cham, das hat mir richtig Lust gemacht auf all die Geschichten, die da draußen in der Welt noch drauf warten von mir entdeckt zu werden.
00:45:46: Nice und Nötig sich vom eigenen Tellerrand nicht so sehr einschränken zu lassen.
00:45:51: An dieser Stelle auch Grüße an die Person, die unter die letzte Podcastfolge kommentiert hat.
00:45:56: Ich soll bitte meinen Sprichwortschatz überarbeiten weil meine Redensarten oft nicht so ganz sitzen.
00:46:02: Ich globe Besserung, ich fürchte aber auch diesen Special-Effekt hinbekomme ich nicht mehr ganz raus.
00:46:09: Schreibt mir gerne auch was ihr für Gedanken hattet beim Hören dieser Folge oder welche Beispiele ihr kennt für guten Auslandsjournalismus.
00:46:17: Ihr könnt mir gern per Mail schreiben an annika.schneider at übermedien.de.
00:46:22: Oder ihr schreibt in den sozialen Netzwerken über die Übermedienkanäle zum Beispiel bei Instagram Mastodon Falls ihr über Medien bisher noch nicht kanntet, wir sind eine unabhängige Redaktion.
00:46:35: Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf und wir erklären die Hintergründe von journalistischer Arbeit.
00:46:40: Abonniert gern unseren kostenlosen Newsletter auf www.übermedien.de Und ich verlinke euch natürlich auch in den Shownotes Shums-Newsletter – der heißt What Happened Last Week?
00:46:52: Die nächste Folge von Nice & Nötig wird ein bisschen anders!
00:46:55: Ich treffe meine Gäste vor Ort im Arbeitszimmer
00:46:58: in Bonn.
00:46:58: da lernen wir ein Brettspiel kennen.
00:47:01: Was das mit Journalismus zu tun hat, das hört ihr dann in zwei Wochen!
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